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Interzero­,  Technologie­

Kreislaufführung von Silizium: Interzero Italien leistet Pionierarbeit

Weltweit sind immer mehr Photovoltaikmodule im Einsatz, um Sonnenlicht in Strom zu verwandeln. Doch was passiert am Ende ihrer Lebensdauer mit den wertvollen Rohstoffen? In Italien zeigt Interzero, wie sich Silizium effizient im Kreislauf führen lässt.

Als Basismaterial für Mikrochips und Solarzellen gilt Silizium als einer der wichtigsten Rohstoffe des 21. Jahrhunderts. Es ist unverzichtbar für die digitale Wirtschaft und die nachhaltige Energiewende. Der Bedarf steigt rasant, doch die Primärproduktion von hochreinem Silizium verbraucht selbst enorme Mengen an Energie. Umso wichtiger ist es, bereits gewonnene Materialien im Kreislauf zu halten und einer Wiederverwertung zuzuführen.

Mehr Ressourceneffizienz, weniger Umweltbelastung
Auf dem Weg zu einer effizienten Kreislaufführung hat Interzero nun grundlegende Fortschritte erzielt. Innerhalb von zwei Jahren ist es dem Unternehmen in Italien gelungen, mehr als 1.700 Tonnen Silizium aus ausrangierten Photovoltaikmodulen in den industriellen Kreislauf zurückzuführen. „Damit leisten wir einen Beitrag zur Entwicklung eines noch jungen, aber strategisch wichtigen und schnell wachsenden Marktes“, sagt Mimmo Spada, Senior Manager bei Interzero Italia. „Außerdem stärken wir ein Modell für mehr Nachhaltigkeit in der Industrie, das auf Ressourceneffizienz basiert und echte Wertschöpfung ermöglicht.“

Standardisierte Prozesse für eine stabile Wertschöpfungskette
Die Rückgewinnung von Silizium aus Photovoltaikmodulen ist technisch anspruchsvoll und erfolgt in spezialisierten Recyclinganlagen. Für die anschließende industrielle Verwertung muss das Silizium jedoch strenge Kriterien erfüllen. Gießereien verlangen spezifische Parameter hinsichtlich Reinheit und Qualität. Homogenes Material zu garantieren, insbesondere, wenn es aus unterschiedlichen Verarbeitungsanlagen stammt, ist daher eine komplexe Herausforderung.

Interzero Italia hat erstmals eine stabile und effiziente Wertschöpfungskette für die Weiterverwertung rückgewonnenen Siliziums aufgebaut. Dabei übernimmt das Unternehmen eine zentrale Rolle als Schnittstelle zwischen Recycling und industrieller Nutzung: Interzero kauft das von den Zellen getrennte Silizium gezielt an, sichert dessen Qualität durch umfassende Prüfprozesse und führt es gebündelt spezialisierten Gießereien zu. In Zusammenarbeit mit ausgewählten, technologisch führenden Partnern gewährleistet das Unternehmen so eine gleichbleibend hohe Materialqualität und schafft die Grundlage für eine verlässliche industrielle Weiterverwertung.

Der Kreis schließt sich
Das Potenzial ist enorm: Allein in Italien wurden 2024 rund 24.000 Tonnen Photovoltaikmodule stillgelegt. In den kommenden Jahren wird sich diese Menge vervielfachen, denn Millionen von Modulen, die vor über zehn Jahren installiert wurden, erreichen bald das Ende ihrer Lebensdauer. Auch wenn Silizium nur rund zehn Prozent des Gewichts eines Moduls ausmacht, ist es das wertvollste Material. Die Wiederverwertung ist ein Zukunftsmarkt, den Interzero schon heute mitgestaltet. Mimmo Spada: „Wir wollen die Zusammenarbeit mit Gießereien und Lieferanten weiter ausbauen, die An- und Verkaufsvolumina erhöhen – und so zur Entstehung eines integrierten, zirkulären Industriesystems auf europäischer Ebene beitragen.“
 

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