Rohstoffe statt Schublade: Interzero und missio Aachen stärken Handysammelcenter der Telekom
Berlin/Aachen. Rund 170 Millionen ausgediente Smartphones und Handys lagern laut Bitkom 2026 in den Schubladen deutscher Haushalte. Einschließlich Tablets dürfte die Zahl ungenutzter Geräte bei rund 200 Millionen liegen. Trotzdem zögern viele Menschen, ihr altes Handy für eine Weiterverwendung oder Rückgewinnung der Rohstoffe abzugeben. Zu groß ist die Sorge um persönliche Daten. So verbleiben die Geräte in der Schublade, statt in den Kreislauf zu gelangen. Mit dem Neustart des Handysammelcenters der Deutschen Telekom bündeln Interzero und missio Aachen ihre Kräfte, um genau das zu ändern und ökologische Kreislaufwirtschaft und gesellschaftliche Wirkung miteinander zu verbinden.
Patrick Marscholl, Senior Manager ESG, Telekom Deutschland: „Die Telekom verfolgt ambitionierte Ziele im Bereich ESG (Environment, Social, Governance). Bis zum Jahr 2030 wollen wir 50 Prozent der Geräte, die wir in Deutschland in den Markt bringen, auch zurücknehmen. Damit gehen wir weit über unsere gesetzliche Verpflichtung hinaus. Zur Erreichung dieses Ziels trägt das Handysammelcenter – neben weiteren Maßnahmen der Telekom – bei.“
Erlöse aus der Handysammlung fließen in gesellschaftlich wichtige Projekte
Das Handysammelcenter der Telekom ermöglicht Organisationen, Vereinen und Bildungseinrichtungen, gebrauchte Handys und Tablets zurückzugeben und den Erlös gezielt einem von zwölf Kooperationspartnern zuzuweisen. „Gemeinsam mit der Telekom haben wir ein komplexes Großprojekt auf die Beine gestellt, bei dem jeder Schritt in der Prozesskette sitzen muss – wir freuen uns, schon jetzt auf erste gemeinsame Erfolge blicken zu können. Dass pro gesammeltem Gerät 50 Cent an die Projekte der zwölf Kooperationspartner gehen, macht dieses System umso wertvoller", sagt Martin Ulke, Geschäftsführer der Interzero Product Cycle GmbH.
Einer dieser Kooperationspartner ist das katholische Hilfswerk missio Aachen, die zum Spenden ausgemusterter Handys aufrufen, damit die darin verbauten Bestandteile recycelt werden. „Weil allein in Deutschland mehrere Tonnen Gold in diesen Altgeräten stecken, müssen wir diese wertvolle Ressource nutzen“, erklärt Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio in Aachen. Die aus der Wiederverwendung oder dem Recycling gewonnenen 50 Cent Rückvergütung pro Gerät unterstützen missio-Projekte und helfen Familien in Ghana, die am Rande der größten Elektroschrotthalde der Welt, Agbogbloshie, leben.
Logistik, zertifizierte Datenlöschung und Wiederaufbereitung aus einer Hand
Interzero verantwortet als neuer Verwertungspartner des Handysammelcenters die gesamte Prozesskette: angefangen bei der Bereitstellung des Onlineportals und der Logistik über die zertifizierte Datenlöschung bis zur Wiederaufbereitung. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb deutschlandweiter Rücknahmesysteme, setzt Interzero diese Expertise mit dem Handysammelcenter der Telekom konsequent fort.
Bereits über 2.000 Geräte gesammelt
Dass das Modell funktioniert, zeigt die erste gemeinsame Sammelaktion anlässlich des Katholikentags in Würzburg. Mitte Mai konnten hier an nur wenigen Tagen rund 2.000 Geräte für den Kreislauf zurückgewonnen werden. „Wir freuen uns, dass wir in diesem Jahr mit der Deutschen Telekom und Interzero die Aktion neu aufstellen können, sodass das Spenden der Altgeräte möglichst einfach und unkompliziert ist“, so der Präsident von missio Aachen.
Über Interzero:
Interzero ist einer der führenden Dienstleister rund um die Schließung von Produkt-, Material- und Logistikkreisläufen sowie Innovationsführer im Kunststoffrecycling mit der größten Sortierkapazität Europas. Unter dem Leitgedanken „zero waste solutions“ unterstützt das Unternehmen über 80.000 Kunden europaweit beim verantwortungsbewussten Umgang
mit Wertstoffen und hilft ihnen so, ihre eigene Nachhaltigkeitsleistung zu verbessern und Primärressourcen zu schonen. Mit rund 2.000 Mitarbeiter*innen erzielt das Unternehmen einen Umsatz von annähernd einer Milliarde Euro. Durch die Recyclingaktivitäten von Interzero konnten laut Fraunhofer UMSICHT allein im Jahr 2024 1,04 Millionen Tonnen Treibhausgase und 8,09 Millionen Tonnen Primärrohstoffe gegenüber der Primärproduktion eingespart werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.interzero.de.
Weitere Informationen über die Sammlung unter www.missio-hilft.de/handyspenden
Das anliegende Foto ist unter der Quellenangabe „Bernd Weishaupt/missio“ frei verwendbar.