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Kreislauf für XPS-Baustoffreste mit komfortablem Abholservice

Berlin/Köln. Die Fachvereinigung Extruderschaum e.V. (FPX e.V.) hat die Kreislauf-Branchenlösung XPS-Circular für das Recycling von XPS-Baustellenverschnitten gestartet. Dabei kooperiert der Verband mit dem Logistikdienstleister ecoservice24, der zur Interzero-Gruppe gehört. Kunden der FPX e.V.-Mitgliedsunternehmen Austrotherm, Bachl, Ediltec, Ravago und Ursa können nun bequem den bundesweiten Entsorgungsservice des Onlineportals www.ecoservice24.com nutzen. Separat in Säcken gesammelte XPS-Verschnitte und Reste werden abgeholt und direkt dem Recycling zugeführt. Die Hersteller führen das gewonnene Granulat anschließend wieder ihrem Produktionsprozess zur Herstellung von XPS zu. „Dadurch, dass wir ecoservice24 von Interzero nutzen, entsteht ein echter Stoffkreislauf, der erheblich zur CO2-Reduktion beiträgt und der durch die einfache Onlinebestellung der Säcke und ihres Abtransportes sehr nutzerfreundlich ist. Das ist ein wesentlicher Vorteil für unsere Kunden“, sagt Alexander Sinner, Vorstandsvorsitzender der Fachvereinigung Extruderschaum. Gebäude sind 40 Prozent ein Hauptverursacher für CO2-Emissionen. Deshalb ist eine effektive Wärmedämmung von entscheidender Bedeutung, um die gemeinschaftlichen Klimaziele zu erreichen. Als innovativer Spezialdämmstoff wird XPS bei anspruchsvollen bauphysikalischen Anforderungen eingesetzt, beispielsweise bei Gründungsplatten, Perimeterdämmungen, Flachdächern und begrünten Umkehrdächern. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg spart XPS das Hundertfache seiner Herstellungsenergie und CO2-Emissionen ein, was ihn zu einem unschlagbar nachhaltigen Dämmstoff macht. Im Vergleich zu anderen Baumaterialien ist XPS mit seinem niedrigen CO2-Fußabdruck vielen Alternativen in seiner Nachhaltigkeit überlegen. „Die Mitgliedsunternehmen des FPX e.V. haben ihr Recycling bereits seit 30 Jahren entwickelt und optimiert. Produktionsabfälle werden konsequent wiederverwertet und in den Produktions-prozess zurückgeführt. Das neue Angebot mit ecoservice24 ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Für uns als Kreislaufdienstleister ist das ein idealer Anwendungsfall für unsere Zero Waste-Lösungen auf digitaler Basis“, erläutert Jan Peters . Er ist Leiter ecoservice24 und Digitales Business Development bei Interzero. Über FPX e.V. Die Fachvereinigung Extruderschaum e.V. ist ein Zusammenschluss von führenden Unternehmen der Branche, die sich für die Förderung von ressourcenschonenden und nachhaltigen Lösungen im Bereich der Dämmstoffe einsetzen. Durch Forschung, Entwicklung und Innovationen strebt der FPX die kontinuierliche Verbesserung der Qualität und Umweltwirkungen von XPS-Dämmung (Extruderschaum) an.

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Meet the Team: Nathalie Kirchner

Mit „Meet the Team“ möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere Unternehmenskultur und das einzigartige Team hinter Interzero ermöglichen. Dabei präsentieren wir die berufliche und persönliche Vielfalt unserer Mannschaft. Als Stabsstelle für Strategie und Organisation bei ICSE hält Nathalie Kirchner die strategischen Ziele unserer europäischen Ländergesellschaften fest im Griff. Jetzt das Video ansehen Nathalie Kirchner: Mein Name ist Nathalie Kirchner, ich bin bei Interzero Circular Solutions Europe angestellt, das heißt für die internationale Gruppe, in der Position Strategie und Organisationsstabstelle. Ich berate immer dann, wenn es darum geht, wie wir unsere Organisation gestalten müssen, sodass wir in der Lage sind, die strategischen Ziele umsetzen zu können. Wie sieht dein typischer Arbeitsalltag aus? Nathalie Kirchner: Mein typischer Arbeitsalltag besteht aus zahlreichen Meetings. Es gibt viel abzustimmen und zu besprechen. Ich mag das aber sehr. Ich bin relativ wenig im Homeoffice und mir ist es wichtig, dass wir den persönlichen Kontakt weiter forcieren. Was sich bei strategischen oder auch Organisationsprojekten gezeigt hat: Ohne den persönlichen Austausch mit den Kolleg*innen, ohne den Einbezug der unterschiedlichen Meinungen, kommt man nicht weiter und hat nur einen überschaubaren Erfolg - auch bei der Umsetzung. Was würdest du deinem jüngeren Ich raten? Nathalie Kirchner: Was ich vor allem meinem jüngeren Ich in Bezug auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft raten würde, wäre nicht erst mit Mitte 20 darüber nachzudenken, dass der Planet nur einen überschaubaren Pool an Ressourcen hat, sondern auch früher aktiv zu werden, weil jeder Einzelne durch sein Verhalten sehr viel bewirken kann. Worauf bist du in deinem Job am meisten stolz? Nathalie Kirchner: Wenn ich auf meinen Job schaue, bin ich auf jeden Fall stolz darauf, dass ich etwas Nachhaltiges bewirken kann. Vor allem der Impact, den wir mit #MoveTheDate bewirken bzw. nach außen transportieren, ist ein Motivator und Antreiber für mich. Was ist dein Lieblingskunststoff? Nathalie Kirchner: Ich denke, es ist ganz wichtig, dass wir recycelte Materialien in den Kreislauf wieder einbringen und das Potential dafür ist groß. Deswegen ist rPET mein Lieblingskunststoff.

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„Made for Recycling“: Interseroh und Hochland optimieren Recyclingfähigkeit der „Grünländer“-Verpackung

Köln. Schritt für Schritt zur umfassenden Kreislaufwirtschaft: Gemeinsam mit Interseroh hat der Käsehersteller Hochland die Recyclingfähigkeit seiner „Grünländer“-Verpackung verbessert und erhielt dafür jetzt das „Made for Recycling“-Gütesiegel des Umweltdienstleisters. Die Auszeichnung basiert auf einer wissenschaftlichen Bewertungsmethode, die von Interseroh gemeinsam mit dem bifa Umweltinstitut entwickelt und vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV bestätigt wurde. „Das Beispiel zeigt, wie wichtig die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Recyclingspezialist*innen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist“, sagt Markus Müller-Drexel, Geschäftsführer der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH . „Wir freuen uns, dass wir Hochland bei der nachhaltigen Verpackungsoptimierung begleiten durften.“ In einem mehrstufigen Entwicklungsprozess wurde die „Grünländer“-Verpackung vollständig umgestellt. Die besondere Herausforderung: Durch den Einsatz von Kunststoff-Rezyklaten aus gebrauchten PET-Flaschen hatte Hochland zwar bereits seinen CO 2 -Fußabdruck verbessert, aber die PET-Käseverpackung ließ sich am Ende des Produktlebenszyklus nicht mehr werkstofflich recyceln. „Wir mussten also zwischen einer aktuell nicht recycelbaren PET-Schale mit Rezyklatanteil und einer recyclingfähigen Schale aus Polypropylen (PP)/Polyethylen (PE) wählen“, sagt Markus Birzer, Head of Brand Grünländer bei der Hochland Deutschland GmbH . „Im Sinne einer klima- und ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft haben wir uns schließlich für die recyclingfähige Verpackung entschieden; so bleiben die wertvollen Recyclingrohstoffe für eine erneute Verwertung in der Industrie erhalten. Bei der Optimierung hat uns die fachkundige Beratung durch Interseroh sehr geholfen.“ Relevante Daten lieferte zusätzlich der GaBi Packaging CalculatoR+, der im Laufe des Prozesses zum Einsatz kam. Das Online-Tool wurde gemeinsam von Interseroh und dem Life-Cycle-Spezialisten Sphera entwickelt. Mit wenigen Klicks können die Nutzer*innen damit Ökobilanzen von Verpackungen erstellen, die Kreislauffähigkeit ermitteln und Design-Alternativen im Hinblick auf ihre Umweltauswirkungen vergleichen. Geballte Kompetenz für eine erfolgreiche Verpackungsoptimierung: Die neue „Grünländer“-Käseverpackung besteht aus den Polyolefinen Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE). Auch das Papieretikett wurde durch ein PP-Etikett ersetzt. Mit möglichst dünnen Barriereschichten bietet die Verpackung ein Maximum an Produktschutz und ein Minimum an Verunreinigung für das Rezyklat. Auf diese Weise erhielt die Verpackung 19 von 20 möglichen Punkten und ist „wie gemacht für das Recycling“. Mit dem „Made for Recycling“-Siegel auf der Verpackung bietet Hochland seinen Kund*innen nun eine echte Orientierungshilfe für nachhaltigen Konsum. Denn schließlich trägt das Recycling von Wertstoffen in hohem Maße zum Klimaschutz bei. So hat die Studie „resources SAVED by recycling" des Fraunhofer-Instituts UMSICHT ergeben: Durch die Kreislaufführung von 6 Millionen Tonnen Wertstoffen hat die ALBA Group, zu der auch Interseroh gehört, allein im Jahr 2019 4,2 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase eingespart. Dies entspricht dem jährlichen positiven Klimaschutzeffekt von etwa 59 Millionen Bäumen. Über Hochland: Mit 394.000 Tonnen Käseabsatz und 1,6 Mrd. Euro Umsatz gehört die Hochland SE zu den größten privaten Käseherstellern in Europa. Das 1927 gegründete Unternehmen beschäftigt heute 5.500 Mitarbeiter, davon 2.100 in Deutschland. Hochland ist mit seinen Produkten im Lebensmitteleinzelhandel vertreten, beliefert darüber hinaus auch die Lebensmittelindustrie und die Gastronomie mit individuell entwickelten Produkten in allen gewünschten Angebotsformen. Die Hochland Deutschland GmbH ist in der Unternehmensgruppe für das deutsche Markengeschäft verantwortlich. Mit den bekannten Käsemarken Hochland, Almette, Grünländer, Patros, Gervais und Valbrie ist Hochland in allen bedeutenden Käsesegmenten vertreten. Das Produktportfolio umfasst Schmelzkäse, Hart- und Schnittkäse, Frischkäse, körnigen Frischkäse, Weißkäse/Feta, Weichkäse und Kräuterquark. PDF Download

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„Elektroschrott zählt zu den am schnellsten wachsenden Abfallströmen weltweit. Das wollen wir ändern!“ – Patrick Marscholl von der Telekom im Interview

Mit dem Neustart des Handysammelcenters schaffen die Deutsche Telekom und Interzero eine Lösung für die Millionen nicht mehr genutzter Handys und Tablets, die in deutschen Schubladen liegen. Ziel ist es, wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten, Geräte möglichst weiterzuverwenden und gleichzeitig eine sichere Rücknahme nicht mehr genutzter Mobilgeräte zu ermöglichen. Dabei wird bei jedem Gerät geprüft, ob es weiterverwendet werden kann oder als Rohstoffträger recycelt wird. Interzero übernimmt dabei alle Schritte der Prozesskette. Von der Bereitstellung der Sammelinfrastruktur und der Logistik über die zertifizierte Datenlöschung bis zur Wiederaufbereitung, Weitervermarktung oder dem fachgerechten Recycling mit einem zertifizierten Partner. Das Handysammelcenter ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie der Telekom, die u. a. auf Kreislauffähigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette fokussiert. Im Expertengespräch tauschen sich Dirk Krolikowski, Geschäftsführer der Interzero Product Cycle und Patrick Marscholl, Senior Manager ESG bei der Telekom Deutschland zu Nachhaltigkeit im IT-Sektor und Ressourcenschonung aus und sprechen darüber, warum Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement bestenfalls Hand in Hand gehen.

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PPWR-Compliance: Orthomol nutzt Expertise von Interzero

Die Packaging & Packaging Waste Regulation, kurz PPWR, ist längst mehr als ein regulatorisches Schlagwort – sie markiert einen Wendepunkt beim Umgang mit Verpackungen in Europa. Wer nicht ausreichend vorbereitet ist, riskiert Compliance-Probleme, verpasst aber möglicherweise auch Chancen im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit, Kostenstrukturen und Markenimage. Orthomol, Hersteller hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel aus dem rheinischen Langenfeld, will nicht nur gesetzliche Pflichten erfüllen, sondern vorangehen und Verantwortung übernehmen – auch bei der nachhaltigen Gestaltung seiner Verpackungen. Um sich zukunftsfähig aufzustellen und auf den neuesten Stand zu bringen, entschied sich das Unternehmen für einen individuellen Intensiv-Workshop mit Interzero. Der Kreislaufwirtschaftsdienstleister kennt sich nicht nur im Regulierungs-Dschungel aus, sondern berät im Rahmen der Dienstleistung „Made for Recycling“ auch ganz konkret bei der Verpackungsoptimierung. Im Interview berichtet Iris Blumenthal, Head of Sustainability bei Orthomol, wie ihr Unternehmen vom Workshop „PPWR & Deep Dive in das Verpackungsrecycling“ profitiert hat.

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Interzero firmiert Kunststoffrecyclingbereich um und setzt konsequent auf einen einheitlichen Markenauftritt

Berlin/Köln. Zum 3. Januar 2024 vollzog Interzero einen weiteren entscheidenden Schritt in ihrer Unternehmens- und Markenentwicklung. Die erfolgreiche Integration und Umfirmierung der beiden Tochtergesellschaften ALBA Recycling GmbH und Abfallverwertung Leipzig GmbH betreffen fast 600 Mitarbeitende verteilt über ganz Deutschland an sechs verschiedenen Standorten. Sie stellen den wichtigsten und größten Bereich des Kunststoffrecyclings innerhalb der Interzero-Gruppe dar. Ab sofort agieren beide Unternehmen am Markt einheitlich unter dem Markennamen Interzero. Die ALBA Recycling GmbH trägt zukünftig den Namen Interzero Plastics Sorting GmbH und die Abfallverwertung Leipzig GmbH, eine gemeinsame erfolgreiche Unternehmung mit der Stadt Leipzig, operiert fortan unter Interzero Plastics Sorting Leipzig GmbH . Die Umbenennungen ermöglichen es, diese Expertise unter dem einheitlichen Dach von Interzero eindeutig nach außen und innen zu kommunizieren und damit Klarheit für Mitarbeitende, Kunden, Partner und Öffentlichkeit zu schaffen. Entscheidende Kernkompetenzen beider Unternehmen sind die Kunststoffsortierung und Kunststoffverwertung. Sie entwickeln, bauen und betreiben in Deutschland fünf Anlagen zur Sortierung von Wertstoffen aus den Sammlungen der dualen Systeme. Die Sortieranlagen, die als die modernsten Europas gelten, verfügen zusammen über eine Gesamtkapazität von 810.000 Tonnen pro Jahr. Am Ende des Sortierprozesses stehen Wertstoffe höchster Reinheit, die der Industrie zur Verfügung gestellt werden und dort Rohstoffe aus Primärquellen ersetzen. Daneben betreibt die Interzero Plastics Sorting GmbH in Eisenhüttenstadt eine Anlage zur Produktion von hochwertigen Recyclingkunststoffen aus Verpackungsabfällen aus der Gelben Tonne/dem Gelben Sack. Durch Aufschmelzen und Verdichtung der eingebrachten Materialien entstehen hier hochwertige Recyclingkunststoffe, die sich individuell auf die Bedürfnisse der Industrie abstimmen lassen. Interzero fokussiert sich konsequent weiter auf Kreislaufwirtschaft und ist Partner für innovative Kreislauflösungen und effektives Kunststoffrecycling. Mit den modernen “zero waste solutions” ist Interzero national sowie international aktiv für eine Welt ohne Abfall.

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Große Recycling-Initiative von NUK – ausgediente Schnuller, Fläschchen und Co. erhalten ein neues Leben als Sandspielzeug

Das Schnullermonster hat Hunger Der Babyartikelhersteller NUK hat eine groß angelegte Recycling-Initiative gestartet. Seit Juni werden Schnuller, Babyflaschen und Becher aus Kunststoff deutschlandweit kostenlos zurückgenommen und kreislaufgerecht recycelt. Es sammelt das sogenannte „NUK Schnullermonster”, denn das hat „Plastik zum Fressen gern“ und rettet die ausgedienten Babyprodukte somit vor der Verbrennung. In einem speziellen Recyclingprozess entstehen dann Sandförmchen, die zu 100% aus den recycelten Schnullern, Flaschen und Bechern bestehen und an die Teilnehmenden verlost werden. Sammelstellen gibt es derzeit in über 550 Kindertagesstätten und bei mehr als 100 Einzelhändlern im ganzen Land. Außerdem können Privatpersonen von zuhause aus teilnehmen und auf nuk.de/recycling einen kostenlosen Paketschein erstellen, um alte Produkte selbst einzusenden. „Die Kinder haben das Monster sofort ins Herz geschlossen. Täglich fragen sie nach, ob das Schnullermonster denn schon satt sei und schauen, wie voll die Sammelbox ist.“ sagt Cornelia Hänig, Leiterin des Kinderhaus Tausendfuß in Dresden. „Mit dem Schnullermonster wird Nachhaltigkeit greifbar für die Kleinen, denn das gemeinsam gesammelte Plastik kommt später als bunte Sandförmchen wieder.“ Breite Partnerschaft aus Industrie und Handel ermöglicht den neuen Kreislauf Realisiert wird das Programm gemeinsam mit diversen Partnerfirmen: Das Startup HolyPoly aus Dresden hat den Recyclingprozess entwickelt und koordiniert die Kampagne gemeinsam mit NUK. Interzeros „Sammeldrache“ stellt sein deutschlandweites Netzwerk zu Kindergärten zur Verfügung, die sich bereits für Umweltschutz und -bildung einsetzen. BabyOne und die Zweimalschön Charity Shops der Deutschen Kleiderstiftung sowie zwei Einkaufszentren in Leipzig und Bremen haben Schnullermonster-Sammelboxen in ihren Filialen aufgestellt. Der Spielwarenhersteller Gowi fertigt die recycelten Sandförmchen. Der gesamte Prozess findet in Deutschland statt. Wertvolle Kunststoffe werden vor der Verbrennung gerettet Sobald die Schnuller, Babyflaschen und Becher im NUK Recyclingzentrum ankommen, werden sie ausgepackt, nach Farben und Kunststoffsorten sortiert und geschreddert. Anschließend wird das Plastik gewaschen, aufbereitet und zur Qualitätskontrolle im Labor geprüft. So wird sichergestellt, dass die entstehenden Sandförmchen von langer Haltbarkeit und am Lebensende wiederum recycelbar sind. „Normalerweise landen Schnuller und Co. derzeit leider im Restmüll und damit in der Verbrennungsanlage. Das wertvolle Material geht dabei unwiederbringlich verloren und das Klima wird belastet” erklärt Fridolin Pflüger, Projektleiter bei HolyPoly. „NUK schafft hier weltweit erstmalig einen hochwertigen Kreislauf von Kleinkind-Produkten zurück zu Kleinkind-Produkten. Wir gehen davon aus, dass wir deutlich mehr Material sammeln werden, als für die Produktion der Sandspielzeuge benötigt wird und werden auch dieses in anderen hochwertigen Produkten zum Einsatz bringen.“ Recycling lohnt sich für alle, die teilnehmen Neben der immer wichtiger werdenden Ressourcenschonung und Abfallvermeidung zielt die Sammelaktion darauf ab, umweltbewussten Kindern und Eltern etwas zurückzugeben: Jede teilnehmende Kita erhält zusätzlich zu den Sandförmchen Punkte, die im Sammeldrache-Shop gegen nützliche Prämien wie Spielzeug, Bücher oder Lern- bzw. Bastelmaterialien eingetauscht werden können. Zudem besteht die Möglichkeit, einen Recyclingworkshop für die ganze Einrichtung zu gewinnen, bei dem die Kinder selbst erleben, wie es funktioniert, Plastik zu recyceln und daraus neue nützliche Gegenstände herzustellen. Je größer die eingesandten Pakete, desto besser fürs Klima: Privatpersonen können daher für besonders volle Sendungen neben den Sandförmchen ein Jahresabo der Obst- und Gemüse Mix Box Family von Etepetete gewinnen. Jetzt mitmachen für weniger Plastikmüll und mehr Recycling Bis Ende November diesen Jahres können sich Kitas kostenlos auf der Programmwebseite zur Teilnahme bewerben und eine Schnullermonster-Sammelbox bestellen. Privathaushalte können jederzeit von zuhause aus teilnehmen und Pakete kostenlos per DHL einsenden. Eine Liste der öffentlichen Sammelstellen und teilnehmenden Einrichtungen sowie weitere Informationen zum Rücknahmesystems gibt es auf der Website der NUK Recycling-Initiative: nuk.de/recycling . Pressefotos / Illustrationen zur freien Verfügung (Credits: „NUK / MAPA GmbH”) Über NUK: NUK steht seit über 60 Jahren für „natürlich und kiefergerecht“ bei u.a. Schnullern und Trinksaugern. Hinter der Marke steht die MAPA GmbH mit Sitz in Zeven. NUK fertigt und vertreibt hochwertige Babycare-Produkte, die den Elternalltag erleichtern und Kinder von Anfang an in ihrer gesunden Entwicklung unterstützen. Produziert wird größtenteils in Deutschland und verkauft in mehr als 120 Ländern der Welt. www.nuk.de Über HolyPoly: Die 2020 gegründete HolyPoly GmbH mit Firmensitz in Dresden bietet Markenherstellern umfassende Beratungs-, Entwicklungs- und Fertigungsdienstleistungen auf dem Weg zur Kunststoff-Kreislaufwirtschaft. Die Mission des Start-Ups ist es, Recycling von der Ausnahme zur Selbstverständlichkeit zu machen und nachhaltige Kunststoffprodukte gemeinsam mit Marken in die Serie zu bringen: Möglichst zu 100 Prozent recycelt und zu 100 Prozent recyclingfähig. www.holypoly.co Über Sammeldrache von Interzero: Unter der Marke „Sammeldrache“ sammelt Interzero seit über zwanzig Jahren an Bildungseinrichtungen z. B. alte Druckerpatronen, sodass sie wiederbefüllt werden können. www.sammeldrache.de Über BabyOne: BabyOne ist ein Omnichannel-Unternehmen für Baby- und Kleinkind-Produkte sowie Marktführer in der DACH-Region. Das inhabergeführte Familienunternehmen in zweiter Generation betreibt 29 eigene Fachmärkte, 75 Standorte werden von insgesamt 28 Franchisenehmern geführt. Geschäftsführende Gesellschafter:innen der BabyOne Franchise- und Systemzentrale GmbH mit Sitz in Münster sind Dr. Anna Weber und Dr. Jan-Willem Weischer. Das Handelsunternehmen beschäftigt 1.300 Mitarbeiter. www.babyone.de Über Zweimalschön Second Hand Charity Shops der Deutschen Kleiderstiftung: Die Deutsche Kleiderstiftung mit Sitz in Berlin und Helmstedt sammelt in ganz Deutschland gebrauchte und neue Kleidung sowie Schuhe und Haushaltswäsche. Mehr als 60 hauptamtliche Mitarbeiter*innen sowie etwa 120 Ehrenamtliche engagieren sich für die Stiftung. Die Deutsche Kleiderstiftung ist Mitglied bei FairWertung e.V. und somit der Einhaltung ethischer Standards im Umgang mit gebrauchten Textilien verpflichtet. Durch Geldspenden und den Verkauf der Waren, die nicht verteilt werden können, finanziert sie sich. Dafür wurden auch die Charity-Shops Zweimalschön, Zweimalgut und rack 'n white bereits in mehreren Städten eröffnet. www.kleiderstiftung.de und www.zweimalschoen.de Über Gowi / Merlin: Die Gowi GmbH ist ein österreichisches Unternehmen mit einer fast 200-jährigen Geschichte und stellt Spielzeug für Kinder her, das aus hochwertigem Kunststoff gefertigt wird. Das pädagogisch wertvolle Produktangebot bietet unter anderem Sandspielzeuge, Fahrzeuge und Küchenspielzeuge und sticht durch langlebiges und farbenfrohes Design hervor. Unterstützt wird das Projekt auch von Gowis Schwesterfirma Merlin, einem großen deutschen Kindergartenausstatter. Merlin macht seine Kita-Kunden auf die Aktion aufmerksam. www.gowi.at und www.my-merlin.com

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OMV und Interzero feiern Spatenstich für größte Sortieranlage für Kunststoffabfälle zum chemischen Recycling in Europa

Walldürn/Wien/Berlin. Bereits 20 Tage nach der Bekanntgabe eines gemeinsamen Joint Ventures feierten heute OMV, das integrierte Unternehmen für Energie, Kraftstoffe und Rohstoffe sowie Chemikalien und Materialien mit Hauptsitz in Wien, und der in Europa führenden Anbieter von Kreislauflösungen, Interzero*, den Spatenstich ihrer innovativen Sortieranlage für Kunststoffabfälle zum chemischen Recycling im baden-württembergischen Walldürn. Gäste der Veranstaltung waren Vertreter*innen der Landes- und Regionalpolitik sowie der Projektpartner*innen. Alle Beteiligten hoben die positiven Effekte des Projektes durch 120 neu entstehende Arbeitsplätze, die Ansiedlung einer neuen Recyclingtechnologie und das Investitionsvolumen der OMV von über EUR 170 Mio. für den Standort aber auch auf europäischer Ebene hervor. Chemisches Recycling ist eine Zukunftstechnologie, die zusätzlich zum herkömmlichen mechanischen Recycling den Anteil der wiederverwendeten Kunststoffe signifikant erhöhen kann und wertvolle Rohstoffe vor der Abfallverbrennung bewahrt. „Die Einrichtung der modernsten und größten Nachsortieranlage für Verpackungsabfälle in ganz Europa in Walldürn wertet den Standort auf und ist zugleich ein starkes Bekenntnis zum Wirtschafts- und Innovationsstandort Baden-Württemberg. Die Anlage ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg in eine Kreislaufwirtschaft, die Ressourcen einspart, Rohstoffabhängigkeit verringert, unser Klima schützt sowie Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum erhält“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Peter Hauk MdL . Daniela Vlad, Mitglied des Vorstands der OMV AG und Executive Vice President Chemicals & Materials sagte in Walldürn : „Ich bedanke mich ganz herzlich bei unserem Joint Venture Partner Interzero, unseren technischen Projektpartnern und insbesondere den engagierten Unterstützern hier vor Ort, die mit uns dieses zukunftsweisende Vorhaben möglich machen. Die neue Sortieranlage hier und der Ausbau der von der OMV entwickelten und patentierten ReOil®-Technologie und damit einhergehend unserer ReOil®-Kapazitäten sind alles weitere Meilensteine für die Transformation der OMV. Sie heben hervor, wie wir "‘Re-inventing essentials for sustainable living’ umsetzen. Mit dieser neuen Anlage werden wir die Landschaft unserer Industrie neu gestalten, die Schaffung neuer Märkte fördern und die Zukunft der OMV neu definieren, indem wir uns zu einem integrierten Unternehmen für nachhaltige Kraftstoffe, Chemikalien und Werkstoffe entwickeln.“ Dr. Axel Schweitzer, Chairman und Gesellschafter Interzero, unterstrich : „Dieses Projekt markiert den Beginn einer neuen Ära im Kunststoffrecycling. Gemeinsam mit unserem starken Partner OMV geben wir durch unseren innovativen Recyclingprozess Kunststoffen, die heute in die Verbrennung gehen, mit Hilfe des chemischen Recyclings ein zweites Leben. Ich bin überzeugt, dass mit Hilfe des chemischen Recyclings in der Zukunft die Recyclingquote in Deutschland noch einmal signifikant steigen kann und wird. Damit kommen wir unserer Vision einer Welt ohne Abfall ein weiteres großes Stück näher.Vielen Dank an die Teams auf beiden Seiten, die dies erst ermöglicht haben und auch für die Unterstützung hier in der Stadt, im Landkreis und im Land – die ja durch unsere bestehende Anlage bereits eine gute Tradition hat. Mit der neuen Anlage entwickeln wir gemeinsam Walldürn und den Neckar-Odenwald-Kreis zum führenden Standort der Kreislaufwirtschaft in Europa.“ Dr. Achim Brötel, Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises, erklärte seine volle Unterstützung : „Für mich ist die Ansiedlung der neuen Anlage ein Herzensprojekt. Denn wenn wir alle eine echte Kreislaufwirtschaft anstreben, um auch in Zukunft gut leben zu können, müssen wir solch innovative Projekte aktiv fördern. Ich freue mich, dass zwei so starke Unternehmen wie OMV und Interzero bei uns investieren und die Bauarbeiten nach der gemeinsamen, sehr guten Vorbereitungszeit nun beginnen.“ c, der Bürgermeister der Stadt Walldürn, sagte : „Willkommen OMV, willkommen Interzero in Walldürn. Als Vertreter der Verbandsgemeinden möchte ich mich recht herzlich für das Vertrauen bedanken, das Sie in uns setzen und dass Sie sich in der Vorbereitung des Neubaus immer als verlässliche Partner gezeigt haben – insbesondere als es darum ging, durch entsprechende Konzepte das Umfeld bestmöglich zu schützen. Das honorieren wir als Stadt und freuen uns auf eine weitere konstruktive Zusammenarbeit.“ *an den Sortierstandorten noch unter ALBA Recycling firmierend Über OMV Aktiengesellschaft Es ist unser Unternehmenszweck, die Grundlagen für ein nachhaltiges Leben neu zu erfinden. Die OMV wandelt sich zu einem führenden Unternehmen für nachhaltige Kraftstoffe, Chemikalien und Materialien mit einer Schlüsselrolle in der Kreislaufwirtschaft. Heute ist sie in den integrierten Geschäftssegmenten Energy, Fuels & Feedstock und Chemicals & Materials tätig. Durch die schrittweise Umstellung auf ein kohlenstoffarmes Geschäft strebt die OMV an, bis spätestens 2050 Netto-Null zu erreichen. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2022 einen Umsatz von EUR 62 Milliarden und beschäftigt rund 22.300 diverse und talentierte Mitarbeiter:innen. OMV Aktien werden an der Wiener Börse (OMV) sowie als American Depository Receipts (OMVKY) in den USA gehandelt. Weitere Informationen auf www.omv.com . Quelle: OMV Foto: Frank Seifer/Interzero

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Flexible Kunststoffverpackungen im Kreislauf: Wie InFACT Europas Verpackungszukunft voranbringen will

Flexible Verpackungen machen einen erheblichen Anteil des europäischen Verpackungsmarktes aus und sind in Form von Chipstüten, Kaffeebeuteln oder Snackverpackungen fester Bestandteil des Alltags vieler Verbraucherinnen und Verbraucher. Mehr als die Hälfte aller auf den europäischen Einzelhandelsmärkten verkauften Lebensmittel ist laut Branchenverband Flexible Packaging Europe in flexiblen Verpackungen verpackt. Sie schützen Produkte, verlängern Haltbarkeit und leisten gerade im Lebensmittelbereich einen wichtigen Beitrag zu Qualität und Sicherheit. Gleichzeitig zählen sie zu den großen ungelösten Herausforderungen der europäischen Kreislaufwirtschaft. Denn: Bislang wird nur ein vergleichsweise kleiner Teil recycelt. Laut CEFLEX liegt die Recyclingquote flexibler Verpackungen in Europa unter 20 Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür ist die hohe Materialkomplexität: Viele flexible Verpackungen bestehen aus mehreren Schichten unterschiedlicher Kunststoffe, ergänzt um Barrierematerialien, Druckfarben, Klebstoffe oder metallisierte Oberflächen. Das macht die Aufbereitung mit mechanischen Recyclingverfahren schwierig. Dabei ist der Handlungsdruck hoch. Mit der PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation) verschärft die EU die Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen und an den Einsatz von Rezyklaten. Für Unternehmen bedeutet das: Zirkuläre Verpackungslösungen müssen praktisch funktionieren, dokumentierbar sein und wirtschaftlich tragfähig werden. „Nicht mangelnder Wille, sondern Materialkomplexität, fehlende Standards und lückenhafte Wertschöpfungsketten bremsen die Zirkularität flexibler Verpackungen“, fasst Dr. Richard von Goetze, Director Corporate Development bei Interzero, die Problemlage zusammen. Genau an diesem Punkt setzt InFACT ( In frastructure for the F lexible plastic p A ckaging C ircular T ransition) an. Das internationale Projekt unter der Leitung des dänischen Forschungsinstituts DTI (Danish Technological Institute) bringt 16 Projektpartner entlang der gesamten Wertschöpfungskette flexibler Verpackungen zusammen – von Kommunen und Entsorgungsunternehmen über Sortier- und Recyclingunternehmen sowie die chemische Industrie bis hin zu Verpackungsherstellern wie Interzero-Partner Coveris und Lebensmittelherstellern als Inverkehrbringer von Verpackungen. Das Projekt wird zudem von der University of Southern Denmark akademisch begleitet. Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen und im Pilotmaßstab zu erproben, wie flexible Kunststoffverpackungen aus haushaltsnaher Sammlung wieder als lebensmitteltauglicher Rohstoff für neue Verpackungen eingesetzt werden können. Kooperation entlang der Wertschöpfungskette wird zum Erfolgsfaktor Die Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist für Interzero ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Denn die Kreislauffähigkeit von Verpackungen beruht nicht allein auf Verpackungsdesign oder auf einer einzelnen Recyclingtechnologie. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Erfassung, Sortierung, Stoffstrommanagement, Aufbereitung und verlässlichen Absatzmärkten für Rezyklate. Durch den Zugang zu großen Mengen an Material aus der LVP-Haushaltssammlung übernimmt Interzero eine zentrale Rolle bei der Sortierung und bereitet die gesammelten Kunststoffverpackungen für die unterschiedlichen Recyclingwege vor. Beteiligt sind neben dem DTI und Interzero unter anderem Nestlé Nordics, Hilton Foods, Cloetta, das Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV, Topsoe und Coveris. Das Projekt läuft von 2026 bis 2028. Das Projekt zielt auch darauf ab, zu zeigen, wie sich regulatorische Anforderungen in praktische Lösungen übersetzen lassen. „Für Hersteller, Markenunternehmen und Handel wird es immer wichtiger, Verpackungen nicht nur im Hinblick auf Produktschutz und Design zu optimieren, sondern auch mit Blick auf ihre tatsächliche Kreislaufführung. Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette werden damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor“, fasst Richard von Goetze zusammen. „Und: Das Engagement von Interzero für das Projekt InFACT im Bereich des chemischen Recyclings passt auch zu unseren Aktivitäten in unserem Joint Venture mit dem österreichischen Unternehmen OMV. Dort werden durch aufwendige Sortierprozesse Wertstoffe, die ansonsten in der Verbrennung landen würden, für das chemische Recycling vorbereitet“, ergänzt von Goetze. Für Interzero ist das Projekt ein weiterer Schritt, um zirkuläre Wertschöpfung in die industrielle Praxis zu bringen und Unternehmen sowie ganz Europa auf dem Weg zu kreislauffähigeren Verpackungslösungen zu begleiten.

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Vom Altkleiderberg zum Rohstoffkreislauf: Wie die EPR den Textilkreislauf stärken kann

Die europäische Textilwirtschaft steht vor einer Bewährungsprobe. Der globale Markt für sogenannte Fast Fashion – Kleidung, die in immer kürzer werdenden Kollektionszyklen und zu günstigen Preisen auf den Markt kommt – bringt die die Second-Hand-Branche zunehmend an ihre Belastungsgrenze. Minderwertige Textilien führen zu immer kürzeren Nutzungszeiten. Ein funktionierendes System für das Faser-zu-Faser-Recycling hochwertiger Textilien existiert heute noch nicht und die wachsende Menge minderwertiger Textilien trifft auf volatile Absatzmärkte und hohe Sortierkosten. Die Europäische Union will diese Entwicklung mit einer erweiterten Herstellerverantwortung – auf Englisch Extended Producer Responsibility, kurz EPR – verändern. Der Grundgedanke: Wer Textilien erstmals auf dem Markt bereitstellt, übernimmt auch die finanzielle und organisatorische Verantwortung für deren Sammlung, Sortierung, Wiederverwendung und Verwertung nach dem Gebrauch. Die Kosten sollen damit nicht länger vor allem bei Kommunen, Sammlern und Verwertern liegen, sondern stärker in die Produktverantwortung einfließen. Mit der überarbeiteten EU-Abfallrahmenrichtlinie entsteht hierfür ein gemeinsamer europäischer Rahmen. Die konkrete Ausgestaltung erfolgt in den Mitgliedstaaten. Diese stehen jetzt vor der Frage, wie ein leistungsfähiges, transparentes und diskriminierungsfreies EPR-System aussehen kann und wie sich vorhandene Strukturen sinnvoll integrieren lassen. Ein Modell für Deutschland: Wettbewerb mit klaren Regeln Für Deutschland hat ein von CIRCULAR REPUBLIC koordiniertes Konsortium Antworten erarbeitet. Vertreterinnen und Vertreter aus Textilwirtschaft, Kreislaufwirtschaft, Forschung und weiteren Bereichen der Wertschöpfungskette haben gemeinsam Empfehlungen für ein deutsches EPR-System entwickelt. Auch Interzero hat seine langjährige Expertise in Aufbau und Betrieb von Rücknahme-, Lizenzierungs- und Recyclingsystemen eingebracht. Kern des vorgeschlagenen Modells ist ein System aus Producer Responsibility Organisations, kurz PROs, das Wettbewerb nutzt, ohne die ökologische Verantwortung dem Preisdruck zu opfern. Hersteller und Inverkehrbringer könnten eine solche Organisation beauftragen, ihre gesetzlichen Pflichten gebündelt zu erfüllen. Dazu gehören je nach konkreter Ausgestaltung unter anderem die Registrierung und Mengenmeldung, die Finanzierung und Organisation der Sammlung sowie die Beauftragung von Sortierung, Wiederverwendung, Recycling und Finanzierung von Forschung und Entwicklung (R&D). Der Wettbewerb zwischen mehreren PROs soll Effizienz und Innovation fördern. Zugleich braucht es einheitliche Spielregeln, damit ökologische Ziele nicht durch einen reinen Preiswettbewerb unterlaufen werden. Das Konsortium empfiehlt deshalb eine unabhängige zentrale Stelle. Sie soll unter anderem Hersteller und PROs registrieren, Mengen- und Leistungsdaten bündeln, die Einhaltung der Vorgaben kontrollieren und durch einen fairen Kostenausgleich gleiche Wettbewerbsbedingungen schaffen. Das Prinzip ist aus anderen Bereichen der Produktverantwortung bekannt: Unternehmen organisieren die operative Umsetzung im Wettbewerb, während eine neutrale Instanz für Transparenz, Kontrolle und fairen Ausgleich sorgt. Bestehende Strukturen einbinden und Kreisläufe ausbauen Deutschland verfügt bereits über ein Netzwerk für die Sammlung und Sortierung gebrauchter Textilien. Kommunale Unternehmen, gewerbliche Sammler, gemeinnützige Organisationen und spezialisierte Sortierbetriebe tragen dazu bei, dass Kleidung, die weiterhin getragen werden kann, auch einer weiteren Nutzung zugeführt wird. Wie aus regulatorischer Pflicht ein wirksamer Hebel für Kreislaufwirtschaft werden und welchen Beitrag Interzero leisten kann, haben wir mit Michael Bürstner, Geschäftsführer der Interzero Recycling Alliance, besprochen. Er ist Teil des Konsortiums und als Geschäftsführer des Dualen Systems der Interzero Unternehmensgruppe Experte für Rückführungssysteme.