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Interzero­,  Ressourcen­

Interzero x Fraunhofer UMSICHT: Die Umweltwirkung von Recycling ist messbar

Eine effektive Kreislaufführung, recyclinggerechtes Design und innovative Technologien – all das wirkt sich auf die Klima- und Ressourcenbilanz aus. Doch in welcher Größenordnung entlasten die Recyclingaktivitäten von Interzero die Umwelt tatsächlich? Das errechnet das Fraunhofer-Institut UMSICHT jährlich für den europaweit aktiven Kreislaufwirtschaftsdienstleister. Wie genau und mit welchem Ergebnis, zeigt der folgende Beitrag.

Die jährliche Studie „resources SAVED by recycling" zeigt: Recycling entlastet die Umwelt in erheblichem Maße und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Rohstoffen. Valide Zahlen sind ein Schlüsselfaktor, um den Nutzen des Recyclings zu verdeutlichen und so die zirkuläre Transformation der Wirtschaft zu unterstützen. In Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT erstellt Interzero daher jedes Jahr eine umfassende Ökobilanzierung. Sie ermöglicht es, die Einsparungen von Ressourcen und Treibhausgasemissionen genau zu beziffern.

Das Ergebnis? Allein im Jahr 2024 hat Interzero in Deutschland, Österreich, Polen, Italien und Slowenien durch die Kreislaufführung von rund 1,94 Millionen Tonnen Wertstoffen 8,09 Millionen Tonnen Primärressourcen eingespart. Gleichzeitig wurden durch die Recyclingaktivitäten insgesamt 1,04 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden.  

Seit mittlerweile 18 Jahren untersucht das Expertenteam, wie sich die Recycling-Aktivitäten von Interzero auf den Verbrauch von Ressourcen auswirken und in welchem Maße die Kreislaufführung von Wertstoffen den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase reduziert.  

Primär- vs. Recyclingprozess am Beispiel von Polyethylen-Folie (PE) 

 

Die eigens hierfür vom Fraunhofer UMSICHT entwickelte Methodik umfasst vier Schritte:

  1. Im ersten Schritt nimmt das Expertenteam jeden einzelnen Stoffstrom genau unter die Lupe. So werden beispielsweise für Polyethylen (PE) alle Prozessschritte – von der Erdölförderung über den Transport zur Raffinerie bis zur Destillation und Polymerisation – bei der Herstellung des Kunststoffs berücksichtigt. Das Gleiche geschieht analog für den Recyclingprozess von Interzero – angefangen bei der Abholung von Altkunststoffen über die Sortierung und Aufbereitung bis zum Zerkleinern und Umschmelzen im Extruder für die Herstellung von PE-Regranulat.  
  2. Im zweiten Schritt werden die Ressourcen- und Energieverbräuche für jeden einzelnen Prozessschritt ermittelt und in Spheras Ökobilanzsystem GaBi (Ganzheitliche Bilanzierung) eingespeist. Betrachtet werden auch hier immer die Resultate für beide Wege – die Produktion aus Primärrohstoffen und die Produktion aus Recyclingrohstoffen.  
  3. Auf Basis der eingegebenen Daten wird berechnet, welcher Rohstoffaufwand und welche Treibhausgasemissionen im Primärprozess und welche im Recyclingprozess entstehen.  
  4. Im letzten Schritt werden beide Werte miteinander verglichen. Aus der Differenz ergibt sich die konkrete Umweltentlastung pro Stoffstrom.  

Die Ergebnisse zeigen Jahr für Jahr eindrücklich: Die positiven Umweltauswirkungen der Kreislaufwirtschaft sind messbar – nicht nur für Interzero, sondern auch für unsere Kunden und Partner. Wie hoch der Beitrag der Interzero-Kunden jeweils ausfällt, können diese jährlich mit ihrem individuellen Zertifikat belegen. Die erzielten Einsparungen von Primärrohstoffen und Treibhausgasen werden im „resources SAVED“-Zertifikat ausgewiesen und  der verbesserte ökologische Fußabdruck der Kunden transparent und nachvollziehbar dokumentiert. 

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